Die Erwartungshaltung an Künstliche Intelligenz ist hoch und es kam schon die Frage auf, ob (und wann und wie) KI auch das Projektgeschäft beeinflusst. Genau diese Frage diskutiert unser PM-Summit digital am 30.4.2021 mit den zwei Top-Speakern Prof.Dr. Gunnar Auth und dem Bestsellerautor Peter Taylor.

Von Thomas Wuttke

In Vorbereitung auf den PM-Summit digital des PMI Germany Chapters habe ich einfach mal zum Hörer gegriffen und einen der beiden Vortragenden angerufen, um das Thema KI im Projektgeschäft zu diskutieren. Mit Professor Dr. Gunnar Auth plauderte ich über KI im Projektgeschäft, ohne allzu viel seines Vortrags Ende April hier an dieser Stelle zu spoilern.

Ich muss zugegeben, dass ich dieses Thema bisher komplett in anderen Bereichen verortet hatte. Dass die bekannte Damenriege von der amerikanischen Westküste – also Siri, Cortana und auch Alexa – auf einer KI basieren – ja, das war bisher in etwa das Niveau meines Kenntnisstands. Oder dass es KI im Finanzwesen gibt. KI-Finanzanwendungen können zum Beispiel finanzielle Beratung bieten oder wurden bereits auf den Prozess des Hauskaufs angewendet. Oder auch KI-Übersetzungsprogramme. Die bringen inzwischen wesentlich bessere Ergebnisse als die hanebüchenen Versionen deutscher Bedienungsanleitungen koreanischer Videorecorder vor 20 Jahren.

Aber im Projektgeschäft? Soll also eine Art Projekt-Siri künftig die Change Requests verhandeln? Dr. Auth gibt hier den entscheidenden Hinweis: Da Projektmanagement eine stark prozessorientierte Komponente hat, wäre Unterstützung an verschiedenen Punkten im prozessorientierten Teil des Projektablaufs denkbar. Die Projektleitung könnte gekonnt entlastet werden und könnte sich besser auf die wirklich „schwierigen“ Aspekte im Projektgeschäft orientieren.

Und je besser die KI ist, desto größer könnte die Entlastung sein. KI könnte bei Planungen helfen, bei Prognosen und auch zu Entscheidungen beitragen. Beitragen ja – aber nicht ersetzen, meint Prof. Dr. Auth.

Neben der Diskussion des Möglichen bekommt das Ganze schnell eine ethische Dimension. Wollen wir überhaupt das Mögliche haben? Auch das zukünftig Mögliche? Dinge, die wir uns im Moment noch gar nicht vorstellen können? Wie sollen (und wollen) wir damit umgehen? Vor allem: Mit KI kommen Ergebnisse zustande, die wir nicht mehr nachvollziehen können. Stichwort: Explainable KI. Können wir das ertragen? Oder ergeben wir uns dem Algorithmus?

Also noch wäre mir eine Change-Request verhandelnde Schwester von Alexa unverstellbar. Wenn aber, wie Dr. Auth berichtet, in den Google-Labors bereits derart kompetente KI-Telefonpartner existieren, die von den Angerufenen nicht als Maschinen erkannt werden, dann stimmt das nachdenklich. Wohlgemerkt bei herausfordernden Gesprächssituationen. Mit Nachfragen, Slangausdrücken, Abkürzungen und überraschend anderen Fragestellungen.

Also doch Cortana in das CCB?

Das Interesse an KI im Projektmanagement ist groß und wächst stetig. Deshalb beschäftigt sich der PM-Summit digital am 30.04.2021 genau mit dieser Frage.

Kommen Sie und diskutieren Sie mit. Erleben Sie die unterschiedlichen Positionen von Bestsellerautor Peter Taylor („A skepitcal view“) und Prof. Dr. Auth („A positive view“). Der Event ist für alle Mitglieder des PMI Germany Chapters kostenfrei. Nichtmitglieder unterstützen uns mit 30€. Unsere Veranstaltung geht von 15:00h bis 18:00h und beinhaltet neben den Vorträgen der beiden Experten auch noch ein Grußwort von Sunil Prashara, CEO des PMI und von Ashwini Bakshi, PMI EMEA.

Für den Event haben wir eine eigene Webseite erstellt, wo Sie weitere Informationen finden und sich auch anmelden können. https://www.pm-summit.de/

Cookies helfen uns, den Besuch der Website komfortabler für Sie zu machen. Dazu gehören bei uns auch anonymisierte statistische Auswertungen, aber keine Werbetracker! Bitte akzeptieren Sie also Cookies.